Journal 4

Institut Richard Moritz

Der Start entscheidet

 

Als größtes Manko im BRD-Bildungssystem wird immer wieder die Chancen Ungleichheit hervorgehoben. Bei allen internationalen Vergleichsstudien schneidet die BRD schlecht ab. Benachteiligt sind drei Kategorien: Kinder mit Migranten Hintergrund, Kinder aus dem Arbeitermilieu und Kinder aus einkommensschwachen Familien.

 

Der Staat hat in den letzten Jahren Anstrengungen unternommen um mit diesem Problem fertig zu werden - mit mäßigem Erfolg. Hervorzuheben sind hier Integrations- Beihilfe und das Bildungspaket. Mit dem Bildungspaket gewährt der Staat den Sozialhilfeempfängern Zuschüsse zur professionellen Nachhilfe. Die Einschränkung auf Sozialhilfe-empfänger schafft jedoch eine neue Kategorie der Benachteiligung: Eltern, mit geringem Einkommen, die zu viel verdienen um das Bildungspaket in Anspruch nehmen zu können und Familien mit mehreren Kindern, die Nachhilfe benötigen.

 

In den Bildungsberichten wird das veraltete dreigliedrige Schulsystem als Ursache thematisiert. Nicht zu Unrecht, wie wir meinen. Der Zugang zu Realschule und Gymnasium ist vom Notendurchschnitt abhängig. Mitte der vierten Klasse fällt schon die Entscheidung. Eine brauchbare Alternative bildet die Integrierte Gesamtschule. Allerdings zeigen die Statistiken, dass die Problematik damit nicht vollständig gelöst wird. Es gibt tiefer liegende Aspekte, welche wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnerunternehmen – professionelle Nachhilfeinstitute – ermittelt haben.

 

1. Unterschiede im Sprachniveau und im Wortschatz. Dieses Thema ist in Journal Nr.1 ausführlich thematisiert.

2. Niveauunterschiede beim Schulbeginn. Kinder die einen Kindergarten mit guter Vorschule besuchten, haben erhebliche Vorteile gegenüber jener die keine Vorschule besuchten oder durch die Eltern in äquivalenter Form vorbereitet wurden. Die Wahl des richtigen Kindergartens entscheidet oft darüber, ob das Kind den Zugang zum Gymnasium und damit zur höheren Bildung schafft oder auf der Strecke bleibt.

 

Eine Schulklasse ist kein Pfadfinder-Camp in dem der Kleinste das Marschtempo vorgibt. Die Schule orientiert sich am Klassendurchschnitt. Wenn 80% der Schüler Vorschule hatten und 20% nicht, dann sind 20% dazu verdammt hinterher zu laufen. Die Probleme werden dann in der zweiten oder dritten Klasse sichtbar. Leider werden die Lücken, die auf die fehlende Vorschule zurückzuführen sind, oft nicht erkannt und dem Schüler mangelnde Begabung, fehlende Reifen oder … zugeschrieben.

 

Ein weiteres Phänomen ist auf die fehlende Vorschule zurückzuführen. Grundschulen mit hohem Anteil an Schülern ohne Vorschule und mit Migranten-Hintergrund haben oft ein niedrigeres Niveau. (Es gibt aber auch Ausnahmen.) Schüler, die auf Grund ihres Notendurchschnitts den Sprung - von einer Grundschule mit niedrigem Niveau - in die Realschule oder das Gymnasium schaffen, rennen hier hinterher. Bundesländer, die sich mit hohem Standard brüsten, haben gemäß offiziellen Statistiken, einen hohen Anteil an Rückstufungen.

Die Wahl des richtigen Kindergartens kann also über die berufliche Zukunft Ihres Kindes entscheiden. Leider haben viele Kommunen zentrale Vergabestellen für Kindergartenplätze eingerichtet; damit wird die Entscheidungsfreiheit der Eltern erheblich eingeschränkt.

 

Was können Eltern tun, um Nachteile durch fehlende Vorschule zu verhindern oder zu kompensieren?

 

1. Vorbeugen

 

Erkundigen Sie sich! Welcher Kindergarten in Ihrer Nähe hat Vorschule im Programm?

Hat die Grundschule, in die Sie Ihr Kind einschreiben wollen einen hohen Standard? Wie viel % schaffen den Übertritt in Realschule oder Gymnasium?

Bei Realschule und/oder Gymnasium erkundigen Sie sich über Abschlussquoten, Anzahl der Rückstufungen und wie viele einen Jahrgang wiederholen müssen. (Sitzenbleiber).

 

2. Abhilfen

 

Kindergarten: Wenn Sie keinen Kindergartenplatz mit Vorschule erhalten konnten, machen Sie es selbst. In unserem Selbsthilfeprogramme finden Sie ein Musterprogramm zum selbst machen.

 

Zweite/dritte Klasse: Oft wird leichtfertig von Dyskalkulie oder Legasthenie gesprochen, weil der Zusammenhang mit der fehlenden Vorschule nicht gesehen wird. Wenn Sie wissen, dass das Kind keine oder keine qualifizierte Vorschule hatte, sollten Sie eine qualifizierte Nachhilfe suchen. Fragen Sie, ob das Institut über entsprechende Programme verfügt. Sie können auch den Klasselehrer fragen wo die Schwächen des Kindes genau liegen und welcher Unterbau fehlt. Die Lehrkraft wird Ihnen gerne weiterhelfen.

 

Fünfte bis siebte Klasse: Probleme mit der Niveauanpassung treten meist bereits in der fünften Klasse auf. Manche Schüler schaffen es sich bis in die siebte zu retten. Wenn die Noten in der fünften und sechsten Klasse nicht über eine vier hinauskommen oder von der fünften zur sechsten einen Trend nach unten zeigen, ist das ein Warnsignal. Hier hilft oft nur noch eine qualifizierte Nachhilfe.

 

 

 

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