Journal 6

Institut Richard Moritz

Das Geheimnis hinter schlechten Schulnoten

 

Zu allen Zeiten gab es gute und weniger gute Schüler, den Überflieger und den Klassen-Letzten. Aber ist es nur eine Sache der Begabung, oder gibt es weitere Faktoren? Den „dummen Schüler“ gibt es in der Tat nicht. In all den Jahren als Nachhilfe-Lehrer habe ich nie einen wirklich dummen Schüler angetroffen.

Natürlich sind die Schüler unterschiedlich. Der eine begreift es beim ersten Mal, dem anderen muss man es halt mehrmals erklären. Auch die Merkfähigkeit ist sehr unterschiedlich. Das ist alles wahr. Mit klug oder dumm hat das wenig zu tun. Die Natur setzt auf Unterschiede, sowohl im Körperlichen, wie im Bereich der Fähigkeiten. Ohne dieses zentrale Werkzeug der Evolution würden wir noch, wie unsere Ur-Ur-Ahnen, auf den Bäumen herumturnen. Die Schule ignoriert diese Tatsache und zwängt alle Schüler in eine Norm. Das Maß in dem diese Norm erfüllt wird spiegelt sich in den Noten wieder.

Jahrelange Beobachtungen und Auswertungen von Versagen bei Proben und Prüfungen haben drei grundlegende Faktoren zu Tage gefördert:

 

1) Der Schüler hat die Aufgabenstellung nicht oder nicht vollständig verstanden.

2) Er hat den gegenwärtigen Stoff nicht verstanden.

3) Er hat gravierende Lücken im früheren Stoff.

 

Die Ursachen für 1) sind:

- Er versteht den Sinn nicht. Es sind Worte enthalten, die er nicht kennt.

- Die Satzstellung ist (für ihn) unverständlich. (siehe hierzu auch Journal 1).

- Oder, er liest nur oberflächlich und übersieht Wesentliches. (Ein Versagen das meist auf die Grundschule zurück zu führen ist.)

 

Von 2) liegt die häufigste Ursache im darunterliegenden Stoff. Der Stoff baut auf Wissen auf, welches er nicht verstanden hat bzw. nicht schnell genug abrufen konnte (siehe 3)).

 

Lücken im früheren Stoff (Punkt 3)) haben verschiedene Ursachen:

Der Schüler hat den Stoff tatsächlich verpasst (war Krank …), er hat ihn aufgrund noch früherer Lücken nicht verstanden oder er hat ihn vergessen (siehe Abschnitt Vergessen). Lücken können sich bis zum völligen Nichtverstehen eines Faches akkumulieren. Professionell arbeitende Nachhilfe-Institute beginnen ihre Nachhilfe daher mit einer Lückenanalyse des Schülers.

Abhilfen:

 

Zu 1) Das „Schul-Deutsch“ weicht zum Teil erheblich von der Umgangssprache ab. Z.B das Wort vermindern ist ein häufig verwendetes Wort in Mathematik-Aufgaben. Eine einfache Minusaufgabe, aber der Schüler kann sie nicht lösen. Der Schüler sollte angehalten werden systematisch die Bedeutung der Worte herauszufinden, durch Fragen oder Nachschlagen im Wörterbuch. Bei Proben oder Prüfungen hat er in der Regel nicht die Möglichkeit dazu, aber bei den Hausaufgaben und den Vorbereitungen auf die Proben. Probleme mit komplexen Satzstellungen sind Grammatik-Probleme. Überlesen von wichtigen Informationen ist, sofern es nicht auf einem der beiden genannten Gründe basiert, mangelnde Lesekompetenz.

Zu 2) Besonders in den Kernfächern Mathematik und Deutsch baut der Stoff auf früher Gelerntem auf. Fehlt das Wissen, versteht der Schüler den Stoff nicht. Bei Proben und Prüfungen ist die Zeit begrenzt, das frühere Wissen muss abrufbar sein. Da hilft nur Üben.

Zu 3) Lücken müssen aufgefüllt und der Stoff neu eintrainiert werden. Dazu bedarf es einer gründlichen Analyse, um die Lücken ausfindig zu machen. Mit einem gezielten (auf der Analyse basierendem) Programm müssen dann die Lücken von unten nach oben aufgearbeitet und erneut eintrainiert werden. Das ist das Geheimnis effektiver und nachhaltiger Nachhilfe. Unser heutiges Schulsystem fordert geradezu das Ansammeln von Lücken, dies wird durch die steigende Nachfrage nach Nachhilfe offensichtlich.

 

Vergessen

 

Vergessen ist eine Folge von Nichtverstehen und/oder Mangel an Übungen. Wenn der Stoff nicht oder nur halb verstanden wurde, wird der Schüler ihn vergessen, egal wie viel er zu lernen versucht. Hat er den Stoff zwar verstanden, aber nicht oder nicht ausreichend geübt, wir er nur kurze Zeit abrufbar sein. Wird das Gelernte längere Zeit nicht benötigt, neigt es ebenfalls dazu nicht sofort verfügbar zu sein. Es ist noch da, aber der Schüler kann eine gewisse Zeit benötigen, um sich zu erinnern. Diese Zeit hat er in der Probe meist nicht. Die Menge an Stoff, die der Lehrplan vorgibt, lässt den Lehren nur wenig Zeit zum Üben und ebenfalls zum Nachholen, wenn der frühere Stoff längere Zeit nicht benötigt wurde.

 

 

 

 

 

 

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