Journal 7

Institut Richard Moritz

Die Zeche zahlen unsere Kinder

 

Seit Jahren wird in den Bildungsberichten der OECD (PISA-Report) Die Benachteiligung von Migranten-Kindern im deutschen Schulsystem beklagt. Die Lesekompetenz in Deutschland ist allgemein zu niedrig für eine High-Tech- Gesellschaft. Nur etwa 15% der Deutschen über 15 besitzen eine Lesekompetenz der Stufen 4 oder 5. Eine derart hohe Lesekompetenz ist aber notwendig, um Verträge, amtliche Dokumente oder auch komplexe Beschreibungen technischer Geräte oder Abläufe völlig zu verstehen.

Ein zu hoher Anteil an Fremdsprachigen Kindern in unseren Schulen drückt das Sprachniveau nach unten und verringert damit auch die Chancen deutschsprachiger Kinder auf einen höheren Abschluss. In Ballungsgebieten mit hohem Migrantenanteil tritt dies deutlich zu Tage und ist statistisch belegt.

Der aktuelle Bildungsbericht der Stadt München ist diesbezüglich sehr Aufschlussreich.

Die Bevölkerung in München setzt sich wie folgt zusammen (Stand 31.12.2014): Deutsche ohne Migrationshintergrund 59,6%,

mit Migrationshintergrund 14,4 %

und 26,0% Ausländer.

Bei Kindern und Jugendlichen (bis 18 Jahre) beträgt der Anteil der Deutschen ohne Migrationshintergrund nur noch 43,4 %. An den allgemeinbildenden öffentlichen Schulen in München lag der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Schuljahr 2013/14 bei 36,5 %.

Das Merkmal Migrationshintergrund ist aber nicht ausschlaggebend für das Sprachniveau, sonder ob die Familiensprache deutsch ist oder nicht. Das Merkmal „Familiensprache nicht deutsch“ ist mit 28,1 % sehr hoch. Die Problematik zeigt sich besonders in den Grundschulen. 40,9 % der Grundschüler Münchens haben als Familiensprache „nicht Deutsch“.

Wie groß der Qualitätsunterschied an Münchens Grundschulen ist, zeigt sich an den Übertrittsquoten ans Gymnasium. Von Grundschulen an denen weniger als 50 % der

Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund haben, wechselten 2013/2014 64,6 % ans Gymnasium. Von Schulen mit einem Migrantenanteil von 75 % und mehr nur noch 28.2 %.

Die Auswertung der PISA-Daten weisen darauf hin, dass ein höherer Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und mit einem niedrigen sozialen Hintergrund an einer Schule das durchschnittliche Leistungsniveau aller Schülerinnen und Schüler (mit und ohne Migrationshintergrund) abnimmt. Dies bedeutet aber, dass Kinder, die selbst keine sprachbedingten Nachteile haben, durch das geringere Niveau an ihrer Grundschule erheblich benachteiligt sind. Selbst Schüler die den Sprung ins Gymnasium geschafft haben, haben es schwerer, als jene die aus einer Grundschule mit höherem Niveau kommen. Dies zeigt sich an dem höheren Anteil an Wiederholungsjahren und Rückstufungen.

An 55 der 132 öffentlichen Münchner Grundschulen, beträgt der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund 50% oder mehr, an 26 sogar 75% oder darüber. An diesen 55 Schulen werden insgesamt 63,4 % aller Grundschülerinnen und -schüler mit Migrationshintergrund und 25 % aller Grundschülerinnen und -schüler ohne Migrationshintergrund unterrichtet. Ein Viertel der Münchner Grundschüler (ohne Migrationshintergrund) besucht demnach eine Schule mit mehr oder weniger verminderter Qualität.

Die Integration ist gescheitert. Die Haupt- und besonders die Mittelschulen sind Auffangbecken für Schüler deren Familiensprache „nicht Deutsch“ ist. (Ihr Anteil beträgt in den Mittelschulen 47%.)

Die Schmerzgrenze liegt somit bei 50% Migrantenanteil. Die Zahlen des Bildungsberichts stammen von 2014, also vor der Flüchtlingswelle. Die Situation wird sich verschärfen. Die Zeche für Merkels großzügige Flüchtlingspolitik zahlen die Kinder -mit deutlich verringerten Bildungschancen und damit Beruf- und Zukunftsaussichten.

 

Die Grundschule ist an den Wohnungsort gebunden, sodass die Eltern sie nicht wählen können. Wer nicht in einen günstigeren Stadtteil umziehen kann, kann die Nachteile nur mit einer qualifizierten Nachhilfe kompensieren. Die Erfahrungen unseres Partnerunternehmens, Die Nachhilfe mit Herz, haben gezeigt, dass die Nachteile am effektivsten in der 3.Klasse kompensiert werden können. Hat der Schüler einer Grundschule mit sehr niedrigem Niveau den Sprung ins Gymnasium geschafft, ist eine Starthilfe in der 5. Klasse meistens angebracht.

 

* Quellenangabe: Die Zahlenwerte sind dem Münchner Bildungsbericht 2016 entnommen. www.schulberatung.bayern.de/imperia/md/content/schulberatung/pdfmuc/broschueren/m_nchnerbildungsbericht2016.pdf

 

 

 

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