12.10.2012

Institut Richard Moritz

Pressemitteilung

Der Preis die besten zu sein vom 12.10.2012 http://pressemitteilung.ws/node/414113

 

Bayerns Grundschulen sind die Besten! Diese gute Nachricht erhielten wir letzte Woche. So etwas hören wir natürlich sehr gerne. Aber viele Eltern beklagen, dass die Anforderungen an die Kinder gestiegen sind und diese überfordert werden. Ist das der Preis für bessere Standards? Fragen wir doch mal einen Profi.

Moritz: Frau Rasp, sie als Nachhilfelehrerin bekommen ja doch wohl in erster Linie die Schüler, die nicht so gut voran kommen. Was können sie uns sagen, sind die Anforderungen gestiegen?

Frau Rasp: Ja, auf jeden Fall. Schon ab der ersten Klasse. Viele Schüler können schon lesen und schreiben und somit sind die Schulanfänger, die das nicht können vom Beginn an benachteiligt.

Moritz: Sind die Schüler überfordert?

Frau Rasp: Ja! Teilweise.

Moritz: Wie äußert sich das?

Frau Rasp: Schüler haben zu wenig Freizeit. Viele Schüler beklagen sich über zu wenig Zeit zum Spielen oder für ihre Freunde.

Moritz: Wir haben uns früher auch beklagt, obwohl wir damals noch mehr Freizeit hatten.

Frau Rasp: Das mag schon sein! Aber wir haben heute Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuung … das muss man auch bedenken.

Moritz: Aber in Ganztagsschulen lernen die Kinder doch mehr oder besser. Wie sehen sie das?

Frau Rasp: Da bin ich geteilter Meinung. Wir haben hier auch Kinder aus Ganztagsschulen, die haben die gleichen Probleme.

Moritz: Welche Klassen sind die Problemklasen?

Frau Rasp: Die Übertrittsklassen (4 KL)

Moritz: Was sind hier die Probleme?

Frau Rasp: Die geballte Ladung an Stoff, das (zu)schnelle Vorangehen im Stoff führt zu vielen Lücken, die sich dann bemerkbar machen.

Moritz: Gibt es soziale Unterschiede?

Frau Rasp: Ja.

Moritz: Welche?

Frau Rasp: Fremdsprachen- Hintergrund. Bildungshintergrund der Eltern.

Moritz: Was meinen sie mit Bildungshintergrund der Eltern?

Frau Rasp: Das Sprachniveau der Aufgaben ist teilweise Akademiker—Niveau und Eltern die nur Hauptschulabsolventen sind tun sich mitunter schwer. Besonders Eltern, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, können ihren Kindern nicht bei den Hausaufgaben helfen.

Moritz: Bedeutet dies, dass, sie überwiegend Ausländerkinder unterrichten?

Frau Rasp: Nicht überwiegend, aber wir haben einen sehr hohen Anteil.

Moritz: Vielen Dank Frau Rasp

Frau Rasp ist die Leiterin von „Die Nachhilfe mit Herz“ in München.

Offensichtlich wird das höhere Niveau mit erhöhten Anforderungen an die Schüler erkauft.

Nehmen wir mal ein Beispiel aus der 3.Klasse Grundschule:

In Textaufgaben (Mathe) finden wir Worte wie z.B.: verringern um, vermindern um, vermindern auf oder bilde das … Urteilen Sie selbst, ist das der übliche Wortschatz? Haben Sie solche Ausdrücke schon mal auf der Straße gehört?

Natürlich wollen wir, dass unsere Kinder ein verbessertes Sprachniveau erhalten. Aber muss das im Rahmen der Mathematik geschehen? Textaufgaben sind das Problem in Mathe und eine Analyse hat ergeben, dass es oft nur am Verstehen der Aufgabe liegt. Trotz ausreichender mathematischer Kenntnisse und logischem Denkvermögen gibt es dann schlechte Noten, die wiederum den Übertritt gefährden.

Die Grundschulen haben die Aufgabe ungeachtet aller sozialen Unterschiede und sprachlichen, wie schulischen Voraussetzungen jedem Schüler das Rüstzeug für eine Bildungskarriere zu geben. Viele Grundschulen scheinen mit dieser schwierigen Aufgabe überfordert zu sein. Die in internationalen Vergleichen z.B. PISA beklagten sozialen Ungerechtigkeiten im Bezug auf Chancengleichheit haben hier ihren Ursprung. Eine einheitliche Vorschule könnte hier Abhilfe schaffen.

Ungeachtet dessen, Bayern ist auf dem besten Wege dem schleichenden Analphabetentum einen Riegel vorzuschieben. www.dienachhilfemitHerz.de

 

 

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