Vorschule

Selbsthilfeprogramm

 

Vorschulprogramm (siehe hierzu Journal 4)

 

Das Kind sollte bereits einige grundlegende Fertigkeiten erworben haben, wenn es eingeschult wird. Es sollte einzelne Buchstaben erkennen und voneinander unterscheiden können. Auch sollte es seinen eigenen Namen mit Familienname lesen und schreiben können.

Als Vorbereitung für den Mathematikunterricht sollte es mindestens bis 20 zählen können; zählen, nicht nur auswendig heruntersagen. Auch sollte es Ziffern unterscheiden und zuordnen können.

Grundlegende Fähigkeiten, die trainiert werden sollten, sind:

1.Visuelles erfassen

2.Feinmotorik

3.Umgang mit Symbolen

4.Assoziative Fähigkeiten (Zuordnen von Symbolen zu realen Dingen)

5.Räumliches Vorstellungsvermögen

 

I. Lese-/Schreibfähigkeit

Beginnen Sie mit mahlen. Lassen Sie das Kind große Buchstaben mahlen (oder Vorlagen bunt ausmahlen). Benennen Sie den Buchstaben und lassen Sie das Kind nachsprechen. Bei Mitlauten nennen Sie nur den Laut so wie er gesprochen wird. (z.B. sagen Sie nicht be sondern b – ohne das E). Nehmen Sie zunächst nur die Buchstaben seines Vornamens. Wenn es alle Buchstaben seines Namens kennt und diese voneinander unterscheiden kann, setzen Sie die Buchstaben zu seinem Namen zusammen. Kinder sind sehr stolz, wenn sie schon ihren Namen schreiben können. Das motiviert sie. Verfahren Sie mit den Nachnamen erben so. Lassen Sie das Kind nun kleinere Buchstaben mahlen (schreiben), schrittweise bis auf normale Schriftgröße. Das trainiert die Feinmotorig. Sie können das Kind auch die Buchstaben mit Knetmasse modellieren lassen; manchen Kindern macht das mehr Spaß.

 

II. Mathematische Fertigkeiten

 

Üben Sie spielerisch und anwendungsbezogen das Zählen. Ideal sind Spiele wie z.B. „Mensch ärgere dich nicht“ Lassen Sie das Kind die Augen des Würfels zählen und dann die Steine entsprechend vorrücken. Wenn das Kind die Augenzahlen bis sechs beherrscht, variieren Sie das Spiel. Nehmen Sie nun zwei Würfel; die Punkte beider Würfel werden jetzt gezählt und übertragen. Machen Sie es zur unumstößlichen Regel, dass alle Mitspieler laut zählen, wenn sie ihren Spielstein vorrücken. So lernt der Nachwuchs automatisch das Zählen.

 

II.a. Logisches strategisches Denken

 

Hierzu sind einfache Brettspiele wie Mühle oder Dame geeignet. Auch sind Faltarbeiten mit Papier gut geeignet. Falten Sie mit dem Kind Papierschiffchen. (Hier sind mehrere Schritte in einer bestimmten, logischen Reihenfolge erforderlich.)

II.b. Räumliche Vorstellungen

Hier eignen sich Bastellarbeiten. Lassen Sie Ihren Nachwuchs geometrische Figuren aus Papier basteln, Zylinder, Würfel … Lassen Sie diese zu Marsmännchen oder Schlösser mit Türmchen zusammenkleben. Das Falten zu geometrischen Körpern ist entscheidend für die räumliche Vorstellung. Das Zusammensetzen zu Figuren unterstützt das logische strategische Denken. Zusätzlich regt es die Fantasie an und macht Spaß.

 

Vorschule ist der Übergang vom Kindergarten zur Schule. Spiel und Spaß stehen im Vordergrund.

 

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